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Abschnitt 01 · Chronik

Chronik 1906 – 1994.

Die wichtigsten Daten in fünf Perioden, von Bouillon bis Malaga.

Navigationsübersicht, gegenzuprüfen mit Colignon (NBN, 2001), Conway (1994) und den Beständen des CegeSoma.

1906 – 1930

Geburt, Studium, Journalismus

1906

Geburt in Bouillon (Belgien) am 15. Juni.

1921

Eintritt in das Jesuitenkolleg Notre-Dame-de-la-Paix in Namur.

1924

Jurastudium an der katholischen Fakultät von Namur, dann an der Katholischen Universität Löwen.

1927

Leitung von L'Avant-Garde, der Löwener Studentenzeitung.

1929–1930

Redakteur beim Vingtième Siècle (Abbé Norbert Wallez); Reise nach Mexiko zu den Cristeros.

1930

Leiter des Verlagshauses Christus-Rex.

Quellen: Colignon, NBN VI, 2001, S. 111-122 · Di Muro 2005 · vollständige Referenzen

1932 – 1939

Rexismus

1932

Heirat mit Marie-Paule Lemay (26. März); Wahlkampf der Katholischen Partei.

1935

„Coup de Courtrai“ (2. November); Bruch mit der Katholischen Partei.

1936

Gründung der Zeitung Le Pays réel (3. Mai); Wahlen vom 24. Mai: Rex erhält 11,5 % der Stimmen, 21 Abgeordnete und 12 Senatoren. Begegnungen mit Mussolini (27. Juli) und Hitler (26. September).

1937

Wahlniederlage gegen Paul Van Zeeland (11. April); bischöfliche Erklärung Kardinal Van Roeys gegen Rex (9. April).

1939

Wahlen vom 2. April: Rex erhält nur noch 4,43 % der Stimmen und 4 Abgeordnete.

Quellen: Colignon 2001 · Di Muro 2005 (behandelter Zeitraum: 1927-1940) · vollständige Referenzen

1940 – 1945

Krieg und Kollaboration

1940

Verhaftung (10. Mai); Überstellung nach Frankreich; Freilassung aus dem Lager Le Vernet (24. Juli); Rückkehr nach Brüssel; Eintritt in die Kollaboration.

1941

Gründung der Wallonischen Legion (6. Juli); Degrelle meldet sich als einfacher Soldat (22. Juli); Abmarsch an die Ostfront (8. August).

1942

Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet; im März zum Feldwebel ernannt.

1942

Erster Deportationszug der Juden Belgiens ab der Dossin-Kaserne in Mechelen (4. August); bis 1944 werden mehr als 25 000 Juden und rund 350 Sinti und Roma deportiert.

1943

Rede vom 17. Januar im Brüsseler Sportpalast; Eingliederung der Wallonischen Legion in die Waffen-SS (1. Juni).

1944

Kesselschlacht von Tscherkassy (Januar-Februar); Hitler verleiht ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (20. Februar); Todesurteil in Abwesenheit durch das Brüsseler Kriegsgericht (29. Dezember). Letzte dokumentierte Unterredung mit Adolf Hitler (25. August 1944).

1944

Ermordung Oswald Englebins, des rexistischen Bürgermeisters von Groß-Charleroi, durch Widerstandskämpfer (17. August); als Vergeltung erschießen rexistische Milizionäre am Morgen des 18. August 19 zivile Geiseln in Courcelles. 27 der Täter werden am 10. November 1947 in Charleroi hingerichtet (CegeSoma, Belgium WWII).

1945

Notlandung einer Heinkel He 111 am Concha-Strand von San Sebastián (Nacht vom 5. auf den 6. Mai) nach der Flucht aus Norddeutschland (Oberursel).

Quellen: Conway 1994 · De Bruyne & Rikmenspoel 2004 · Colignon 2001 · Belgium WWII (CegeSoma) · vollständige Referenzen

1947 – 1994

Spanisches Exil

1947

Spanien verweigert die Auslieferung (10. April); organisiertes Untertauchen Degrelles (22. August) mit Duldung der Madrider Behörden.

1954

Spanische Einbürgerung durch Adoption unter dem Namen Léon José de Ramírez Reina.

1969

Veröffentlichung von Hitler pour mille ans (La Table Ronde).

1979

Veröffentlichung von Lettre à Jean-Paul II à propos de Auschwitz, einer holocaustleugnenden Schrift.

1981

Erster Auftritt im belgischen Fernsehen in L'Ordre nouveau von Maurice De Wilde (BRT).

1984

Zweite Ehe mit Jeanne Brevet Charbonneau, einer Nichte Joseph Darnands (15. Juni).

1985

Holocaustleugnendes Interview in der spanischen Wochenzeitschrift Tiempo (Nr. 168, 29. Juli): Violeta Friedman, Überlebende von Auschwitz, strengt gegen Degrelle eine Klage zum Schutz der persönlichen Ehre an.

1991

Das spanische Verfassungsgericht gibt Violeta Friedman recht: Das Urteil 214/1991 vom 11. November verurteilt Degrelles holocaustleugnende Äußerungen, eine Leitentscheidung des spanischen Rechts, die der Strafbarkeit der Holocaustleugnung den Weg bereitet (Strafgesetzbuch von 1995).

1994

Tod in der Klinik Parque San Antonio in Malaga (31. März) im Alter von 87 Jahren.

Quellen: Colignon 2001 · Saenen 2025 · Spanisches Verfassungsgericht, STC 214/1991 (BOE) · vollständige Referenzen

2009

Nachleben

2009

Ausstrahlung des Dokumentarfilms Degrelle ou la Führer de vivre (RTBF) von Philippe Dutilleul.

Quellen: RTBF, Degrelle ou la Führer de vivre, 2009 · vollständige Referenzen

Dokumentarische Übersicht. Die Chronik ist gegenzuprüfen mit Alain Colignon, Eintrag „Léon Degrelle“, Nouvelle Biographie nationale, Bd. VI, 2001; Martin Conway, Degrelle: les années de collaboration (1940-1944), Quorum, 1994; und dem CegeSoma. Siehe auch die Quellenseite.

Diese Seite zitieren

Archiv Léon Degrelle, „Chronik Léon Degrelles, 1906-1994“, leondegrelle.com, Stand: 14. August 2026, https://leondegrelle.com/de/chronik (abgerufen am [Datum]).